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Autor Thema: Reitbegleithund  (Gelesen 1946 mal)

Büffel

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Reitbegleithund
« am: 18. April 2014, 21:41:15 »

Hallo Ihr Lieben.

Wir haben einen zweiten Hund, der jetzt ein Jahr alt geworden ist. So laaangsam möchte ich ihn mal mehr an mein Ziel heran führen, ein guter Reitbegleithund zu werden. Momentan, obwohl er täglich mit am Stall ist, steht er den Pferden noch sehr argwöhnisch gegenüber.
Wenn wir auf der Koppel reiten, laß ich ihn schon mal frei mit laufen, damit er sich daran gewöhnt, dass ich auch mal auf den Tieren sitze.
Und nun zu meinem Problem. Er neigt dazu, direkt hinter dem Pferd zu laufen  :o, was mir großes Unbehagen bereitet. Nicht, dass meine Pferde treten würden, aber man weiß ja nie... eher ist das Problem, dass ich ihn nicht im Blick habe und mich ständig nach ihm umdrehen muss. Für späteres Geländereiten an der Strasse etc auch nicht gerade geeignet  ;D

Kennt Ihr das auch und wie gewöhne ich ihm das ab, bzw um ? Er ist ein Hütehund und ich habe die Befürchtung, dass er deshalb lieber hinterher läuft. Kann das sein ?
An die Leine möchte ich ihn noch nicht nehmen, denn er neigt zum hinlegen, wenn er nicht weiß, was ich von ihm will, egal, wo er sich gerade befindet, das ist mir dann doch noch zu gefährlich.
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Uranus

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #1 am: 18. April 2014, 22:40:06 »

Hallo Büffel

ich hatte ne Berner Sennenhündin gehabt. Ich konnte ihr alles beibrigen, sie war wirklich zu 100% ein Verlasshund! Nur eine, ich nenne es Macke, Rassekenner sagen is normal, nicht abgewöhnen.

Das hinterher laufen. Nach 6 jahren training mit verschiedenen Trainer habe ich es aufgegeben, ich musste meinen Hund vertrauen, so schwer es mir auch fiel. Wenn wir als Familie unterwegs waren, war es besonders schlimm. Meine Gina hat nach hinten alles angesichert das ihre Familie ja auf einen Haufen blieb, wenn einer aus der Reihe tanzte auf fremden Boden, war das purer Stress für sie.

Ich habe jeden Hundehalter beneidet der sein Hund vorweg laufen hatte, Gina lief immer hinter mir. Sie wurde mit der "Macke" 12 Jahre alt und war glaube ich der glücklichste Hund wenn ihre Familie vor ihr lief.

Ich weiß das alles wolltest Du nun grade nicht lesen. Aber ich habe einfach gelernt meinen Hund zu vertrauen. Vielleicht hilft Dir das ja

Viel Spaß mit Dein Wuffel
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ferry

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #2 am: 18. April 2014, 22:48:20 »

Eine Freundin von mir hat einen Border-Collie.
Sie hat ihm ein Kommando fürs vorlaufen beigebracht(vom Boden aus) und das dann auch beim Reiten benutzt.
Ein guter Hütehund geht auch mal vor der Herde wenn das gefordert ist.
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Uranus

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #3 am: 19. April 2014, 06:55:19 »

Ein guter Hütehund geht auch mal vor der Herde wenn das gefordert ist.

Einen Border Colli kann man nicht im Ansatz mit einen Berner vergleichen :) Und vielen Dank für die nette Aussage, das mein Hund ein schlechter Hütehund war. *mach mich grade etwas traurig*
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peppy

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #4 am: 19. April 2014, 08:43:08 »

Hallo Uranus, ich denke nicht dass damit dein Hund gemeint wurde. Sennen Hunde sind eher weniger besiedelt im Punkt Hütehund das schon allein aufgrund des Körperbaus. Lg
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Wildflower

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #5 am: 19. April 2014, 08:52:40 »

Sennenhunde sind Hütehunde.
Allerdings kann man sie tatsächlich nicht mit Border vergleichen, die eine ganz andere Herangehensweise des hütens zeigen.
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eldur

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #6 am: 19. April 2014, 11:47:08 »

Na ich denke mal die Rasse ist da eher nicht das entscheidende.

Der Hund muss hören und jederzeit Abruf bereit sein. Und sollte keine Angst vor den Pferden haben. Und natürlich muss das Pferd auch mitspielen.
Nicht jedes Hotte akzepiert einen kleinen Vierbeiner unter sich.

Je nach Situation muss ich der Hund auch mal unters oder dirket neben das Pferd stellen.

Unser erster Mischling ( Bouvier/ Labi ) hat es schnell gelernt. Auch im betragten Alter. Unser derzeitger Schäfi, geht gar nicht.
Genau das gleich ist bei den Hottas, Lukas hasst Hunde und Heike akzepiert sie zwar, ist aber zu schreckhaft.

Probier es einfach aus.  Viel Glück
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ferry

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #7 am: 19. April 2014, 13:23:06 »

@ Uranus: ihr habt euren Bernersennenhund zum Hüten ausgebildet?
COOL!!!
Ob er dabei gut oder schlecht ist kann ich doch von hier aus gar nicht beurteilen.
Ich selber nehme keinen Hund mit an eine Herde der sich nicht sagen läßt wo er zu laufen hat.
Aber ich habe auch keinen eigenen und kann daher total gut große Töne spucken!! 8)

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peppy

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #8 am: 19. April 2014, 14:32:07 »

Ursprüngliche waren die Sennenhunde mal Hütehunde. Die meist jetzt gezogenen sind Wach- Rettungs- und Hofhunde. Sie sind von der Statur und vom Wesen her nicht mehr zur Hütezwecke geeignet. Bis auf Ausnahmen
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Mollimauz

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #9 am: 24. April 2014, 13:18:10 »

ich habe zwei Langhaarcollies, einen schottische Hündin (läuft auch beim normalen Spazierengehen nur hinten, wird nervös, wenn wir sie mal nach vorne schicken..reiht sich innerhalb weniger Sekunden wieder hinten ein.. wird deswegen auch unser Schatten genannt :)
und einen amerikanischen Collie einen Rüden.. der läuft vorweg, anscheinend um uns den Weg zu ebnen.. voher muss schliesslich alles beäugt werden :))
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Uranus

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #10 am: 24. April 2014, 14:19:59 »

Meine war nicht zum Hüten ausgebildet!

Sie ging vorm Bollerwagen und im Winter Schlitten mit den Kids

Meine war aber eine ursprüngliche Berner Sennenhündin mit Schweizer Papiere, das heißt schlank kürzeres Fell. Die deutschen Züchtungen sind mir zuwieder! Einfach nur auf Showhund gezüchtet, riesig mit Massefell.

Der Ursprung der Sennenhunde war Milchwagen ziehen und Hof bewachen, sie lassen alle rauf aber keinen wieder runter ;)

In meinen alten Stall konnte ich sie aufm Hof lassen und sie hat dort gewartet bis ich wieder da bin ohne stromern zu gehen, das liegt denen echt im Blut, aufm Hof zu bleiben.

Zum Pferde abends von der Weide holen konnte man mit ihr aber gut machen, ich hatte sie immer bei mir und sie hat selber gelernt was zu machen ist und hat auch geholfen. Immer mit viel Abstand die Pferde in die richtige Richtung getrieben, eher geführt. Sie lag dann flach aufm Boden und die Pferde sind dann nicht mehr in die Richtung gegangen

Wenn ich jemals wieder einen Hund haben werde, dann nur einen Berner!!!
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taringa

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #11 am: 15. April 2015, 13:23:58 »

Wir haben eine DSH/Husky-Hündin, die super am Pferd mitgeht. Grundgehorsam ist das A und O bei einem Reitbegleithund, zumindest ein zuverlässiges Warte! oder Steh! oder Stopp! oder was auch immer man nimmt. Jacki ist eh den ganzen Tag auf einem Pferdehof, von Welpe an, von daher kennt die Pferde aus dem FF - und umgekehrt kennen die Pferde unsere Jacki.
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KZimmer

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #12 am: 15. April 2015, 14:06:13 »

Sennenhunde sind Treibhunde, keine Hütehunde. Und wie treibt man Vieh?! Richtig, von hinten.
Treibhund und Hütehund ist ein großer Unterschied.
Aber: ein Hund der als Reitbegleithund frei mitlaufen soll, muß es lernen, auf Kommando vorne, rechts, links oder hinten zu laufen. Muß man dem Hund eben erst zu Fuß bei bringen und dann vom Pferd aus umsetzen.
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ferry

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #13 am: 23. Dezember 2017, 21:39:31 »

@Büffel - ist aus deinem Hund ein Reitbegleithund geworden? Was hast du gemacht? Mein Hund ist jetzt 7Monate alt …
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Büffel

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Re: Reitbegleithund
« Antwort #14 am: 02. April 2018, 16:41:15 »

Ach, deshalb ferry ;),

ohje, das ist ja schon ewig her. Inzwischen ist mein Hund schon 5 Jahre alt geworden und läuft seit vielen Jahren mit am Pferd, Kutsche und Schlitten
und ist ein Traumreitbegleithund geworden.



Das hinterher laufen hat er sich von selber abgewöhnt. Ich bin viel spazieren gegangen und habe ihn so trainiert. Mit Leine bei Fuß usw., dann später auf dem Platz vom Pferd aus.
Am Anfang auch viel mit Kutsche geübt. Aber das wurde auch von alleine mit dem älter werden besser.

Er kann frei, sowie an der Leine am Pferd laufen.
Leider habe ich auch bei ihm versäumt, ihn auf rechts und links am Pferd zu trainieren. Er läuft halt immer bei Fuß auf der linken Seite.
Aber ich gehe sowieso an der Straße zu Fuß, wenn ich ihn dabei habe oder nehme ihn an die Leine und das klappt super.

Ich habe mir für leichtes an- und ableinen die Sieltecleine gekauft. Bei großen Pferden sehr zu empfehlen  ;)
Aber ich habe ihm auch bei gebracht am Pferd hoch zu springen, damit ich ihn anleinen kann.









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« Letzte Änderung: 02. April 2018, 16:43:50 von Büffel »
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