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Autor Thema: Offenstall der Zukunft?  (Gelesen 4827 mal)

Hesse

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #30 am: 06. Januar 2018, 08:52:36 »

@KZimmer spurlos verschwunden und zu den DNA vergleichen ich habe noch nie von soviel Hundeattecken auf Nutztiere gehört wie jetzt . In der Schweiz gibt es Untersuchungen die lassen den Schluss zu das ca 60% der dortigen Wolfspopulation Hybride sind !
Im Landtreff ist ein DRP Züchter der hat bei sich nur nen Luchs die können keine Stute mit Fohlen mehr über Nacht draussen lassen . Seine auf der roten Liste stehenden Schafe hat er auch abgeschafft weil die Verluste exorbitant wurden nicht nur Risse auch Verlammungen .
Die erste über 1000 Köpfe zählende Schnuckenherde steht wohl auch vor der Auflösung wegen dauerhafter Wolfsangriffe .
Und macht Euch nichts vor guckt mal was ein den Vorgaben entsprechender Zaun mit Untergrabschutz , entsprechender Höhe kostet sorry in unsere engen Landschaft ist das bei dem bisherigen Wolfsmanagemant nicht mach-bzw Bezahlbar wer soll allein ständig in der Vegetationperiode die Zäune freimähen und wir reden hier von Zäunen durch die kein Fuchs & Hase mehr passt .
Ich denke auch mal das die Versicherungskosten in der Betriebshaftpflicht/Tierhalterhaftpflicht immens steigen werden wenn es zu mehr Unfällen kommt weil die Tiere in Panik ausbrechen egal ob Rind oder Pferd . Und in solchen Fällen wird niemand DNA finden und Du bleibst als Halter immer der dumme .
« Letzte Änderung: 06. Januar 2018, 09:22:21 von Miss Marple »
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fara

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #31 am: 06. Januar 2018, 14:03:39 »

Als Privathalter kannst du die Zaungeschichte ohnehin vergessen, selbst wenn du sie bezahlen und pflegen könntest. Feste Zäune sind genehmigungspflichtig, im Außenbereich als Privatperson ohne Landwirtschaft im Haupterwerb also nahezu aussichtslos.

Aber da die privaten Tierhaltungen ohnehin schon seit Jahren durch widersprüchliche Vorgaben und Restriktionen verschiedener Behörden langsam zu Tode reglementiert werden, erscheinen mir Wölfe für den privaten Pferdehalter aktuell auch das kleinere Problem.

Viel schlimmer finde ich das Leiden der ohnehin schon gebeutelten der Wanderschäfereien etc. Da ist es auch egal, ob die Schäden durch reine Wölfe oder Hybriden entstehen.

Da hier die Extensivbeweidung angesprochen wurde:
Zu Zeiten der großen Verbreitung großer Beutejäger, vor der großflächigen Verbreitung der Ackerkultur, war die Beweidung durchaus sehr extensiv. In der Regel zog ein Hirte mit dem morgens im gesamten Dorf eingesammelten Großviehbestand auf die siedlungsfernen gemeinschaftlichen, offenen, Allmende-Flächen (oft Waldweiden) um dann abends mit der Mannschaft wieder heimzukehren und alle wieder bei den jeweiligen Besitzern abzuliefern.
Das System verschwand dann mit der sich ausbreitenden Bevölkerung und Ackernutzung sowie Flächenaufteilung. Parallel dazu verschwand auch der Wolf von der Bildfläche....
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ferry

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #32 am: 06. Januar 2018, 21:39:56 »

Ja diese Form der Haltung verschwand, weil es möglich wurde Zäune zu setzen und die Tiere Tag und Nacht draussen zu lassen. Das war zumindest 1 Grund…
Und mal ehrlich wer wöllte heut zu tage schon 7 Tage die Woche für fast kein Geld von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang arbeiten?
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Hattichen

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #33 am: 07. Januar 2018, 10:30:56 »

Und mal ehrlich wer wöllte heut zu tage schon 7 Tage die Woche für fast kein Geld von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang arbeiten?
Und mal ehrlich gesagt, wer will heute überhaupt noch arbeiten? Wenn ich mir die Arbeitsmoral, hauptsächlich bei jungen Leute so ansehe, kommt mir zwangsläufig diese Frage in den Sinn. Und ich spreche nicht mal von unserer Jugend.
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DJTMichel

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #34 am: 07. Januar 2018, 10:50:41 »

Und mal ehrlich gesagt, wer will heute überhaupt noch arbeiten?...

Da ist was dran, meine Frau sucht eine Tierarzthelferin als Auszubildende oder Fertige (wir wohnen in einem strukturschwachen Gebiet, ein sicherer Arbeitsplatz sollte daher begehrt sein. Ihre Helferin ist seit 13Jahren bei ihr und fällt nun wegen Schwangerschaft aus ;) ) und bisher war alles essig. Konkret: von den bisherigen Bewerberinnen hat es keine bis in die Praxis geschafft! Entweder ohne abzusagen nicht erschienen oder 2Min (!!) vor dem abgesprochenen Termin per WhatsApp abgesagt...

Aber ich schweife vom Thema ab.

Ich interessiere mich echt für Bilder Deiner wildschwein- und hundesicheren Pferdekoppeleinzäunung, KZimmer.
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fara

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #35 am: 07. Januar 2018, 11:29:11 »

Naja, Schwangerschaftsvertretung ist halt eine schwierige Sache. In aller Regel weiß man, dass man nach xx Monaten eh wieder gehen darf. Wenn das also irgendwie schon in der Anzeige steht, betrachtet man das als Arbeitssuchender ohnehin nur als unter ferner liefen. Zudem bewirbt man sich parallel eh immer auf mehrere Stellen - und wenn man was bekommt, nimmt das bessere (lohntechnisch oder von der Zukunftssicherheit her). Viele Bewerbungen schreibt man auch einfach nur fürs Amt, weil man einen gewisse Anzahl braucht, selbst wenn man von vorneherrin weiß, dass man nur 3 Monate mit ALG brücken muss, weil man ab da schon was Neues hat. Und bekommt von den meisten potentiellen Arbeitgebern auch nie irgendwann mal eine Antwort zurück...
Die "Moral" ist also durchaus auf beiden Seiten nicht immer optimal. Und die Gründe dazu sind vielfältig.

Das ist aber wirklich off topic  ;)
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Rh.Dt.KB

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #36 am: 24. Januar 2018, 23:19:02 »

An Kangal hab eich auch gedacht, aber trotzdem muß die Weide entsprechend eingezäunt werden sonst verschwiendet unter Umständen der Hund...... ::)

Hallo ihr Lieben. Hab im Herbst ne Weile mit einem Schäfer und Züchter von Pyrenäenhunden gesprochen. In einer Schafherde müssen es immer mindestens zwei Hunde sein. Futterverbrauch 25 kg Trockenfutter in anderthalb bis zwei Wochen . Pro Hund. Sinn macht es ab 100 Schafen,gefördert wird ab 250 Schafe.

Für Pferde wird es nicht funktionieren. Wie will man den Hunden begreiflich machen das die Pferde seinesgleichen sind die er beschützen soll? Darauf basiert die ganze Geschichte, die Hunde werden in der Schafherde geboren und aufgezogen. Ich kenne auch aus Ostsachsen keinen Fall wo das jemand versucht hat oder auch bei Mutterkühen. Andererseits gabs auch keine Risse bei Pferden, Ausbrüche schon.
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priska

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #37 am: 24. Januar 2018, 23:52:56 »

Stimmt es sind super Herdenhunde für größere Schaf- , Ziege- und teilweise Rinderherden,
aber sie werde in die Herde geboren und leben auch im großen Rudel (mehr als 2 Tiere)
mit der Herde !
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Eifelchris

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #38 am: 27. Januar 2018, 09:35:30 »

Ist ein Riesenproblem, das ganze. Wenn jetz Wölfe zum kontrollierten Abschuss freigegeben werden, wird bei den Waidmännern der Trophäenrausch ausbrechen und sie schießen alles ab, was geht.
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fara

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #39 am: 27. Januar 2018, 12:42:22 »

Naja, dazu müssen ihnen die Gesellen aber auch erstmal vor die Flinte laufen. Die Sichtung der Tiere ist ja eher noch ein vergleichsweise seltenes Ereignis. Und Spuren allein kann man nicht jagen. Wölfe gezielt zu bejagen ist auch noch ein etwas anderer Aufwand als Schweine und Rehe.
Mal davon abgesehen ist der kontrollierte Abschuss in Dtl dann auch deutschlandtypisch kontrolliert und mit bürokratischen Hürden verbunden. Für Trophäenrausch reichen die Abschusszahlen dann eh nicht, sprich der "Rausch" würde eh illegal ablaufen. Und das können die "Waidmänner" jetzt auch schon machen, wenn sie es fürs Ego brauchen.
Von daher finde ich das eher wieder eine typische groß aufgeblasene Luftblase, die in der Praxis erstmal nicht viel ändern wird.
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DJTMichel

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #40 am: 27. Januar 2018, 18:42:00 »

Eifelchris darf ich erfahren was Dich zu dieser Aussage hingerissen hat?

Ist ein Riesenproblem, das ganze. Wenn jetz Wölfe zum kontrollierten Abschuss freigegeben werden, wird bei den Waidmännern der Trophäenrausch ausbrechen und sie schießen alles ab, was geht.
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priska

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #41 am: 27. Januar 2018, 22:13:05 »

Du warst sicher nicht gemeint Michel , aber ich verstehe das !

Jäger ist nicht = gleich Jäger ! Das hab ich schon selbst erlebt und wir sind persönlich
Bedroht worden.
Eigentlich soll für einen guten Ausgleich und Gesunderhaltung gesorgt werden , aber das
ist hier in der Gemeinde nicht der Fall.  >:(

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Brine

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #42 am: 27. Januar 2018, 22:40:04 »

Ein älterer Typ lief vor einigen Jahren mit geschulterter Flinte abends im dunkeln über den Hof. Ich rief daraufhin meinen Vater an, der sich in der Szene sehr gut  auskannte und erkundigte mich was derzeit so bejagt werden dürfte. Er sagte mir wörtlich “Nix derzeit und halt dich ja von diesen Ochsen fern! Weit weg!“
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DJTMichel

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #43 am: 28. Januar 2018, 04:16:29 »

Ich mag solche Generalisierungen überhaupt nicht, da unsachlich. Warum sollte der Anteil an Deppen bei der Jägerschaft geringer als meinetwegen bei den Autofahrern, den Pferdeleuten oder den Kubanern sein?
Unverständnis und "mir doch egal" Verhalten habe ich als Jäger auch bereits von zwei erwachsenen Reiterinnen erlebt. Ich saß zur Wildschadenszeit weithin sichtbar auf einer Ansitzleiter und die beiden Damen kamen immer auf mich blickend trotz Ausweichmöglichkeit laut schnatternd angeritten. Nein, ich habe außer einem Kopfnicken nicht sichtlich reagiert und nachdem sie 50m entfernt waren, drehten sie um und ritten zurück. Dennoch sind für mich nicht alle Reiterinnen rücksichtslose Menschen, die sich gern in Gefahr (wenn ich unter Einhaltung der Sicherheitsregeln auf ein Wildschwein schieße und sich dadurch beide Pferde erschrecken ...) begeben.
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Brine

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Re: Offenstall der Zukunft?
« Antwort #44 am: 28. Januar 2018, 09:42:19 »

Mir sind Jäger leider mehrfach negativ aufgefallen. Zum einen haben sie beim Ausritt in einer Entfernung von ca 10 Metern hinter mir auf Tauben auf dem Feld geschossen, dass mir mein Pferd abgegangen ist.
Dann war vor Jahren eine Treibjagt um den Hof. Gesagt wurde, dass bis 14 Uhr alle Pferde drin sind und die Jägerschaft dann gerne über die Paddocks und Wiesen dürften. Pustekuchen. Man war gut 20 Minuten früher vor Ort und das Reinholen im vollen Gange. Anstatt das Wild aufzuscheuchen, hat man man die Pferde aufgescheucht. In soweit hatte mein Vater über unsere hier schon recht. Das war ein schießwütiger Haufen. Er war regelmäßig bei Treibjagden dabei als Vogelschutzbeauftragter. Wir haben hier zudem fast kein Wild. Ganz selten, dass ich mal ein Reh sehe.
Ich würde mir ein freundlicheres Nebeneinander doch sehr wünschen. Problem ist, dass bei uns die Bauern der Jägerschaft angehören. Und die sind nicht alle gerade für einen höflichen Umgang mit Reitern bekannt. Schade eigentlich, ich mag Wild auf dem Teller gern  ::)
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