Kaltblutpferde-Forum

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Kaltblutpferde-Forum ist online! Unser Chat: Kalti-Chat. Danke an Dani :-)

Autor Thema: Lieblings(Kaltblut)Pferderasse/Warum die Entscheidung für genau diese Rasse?  (Gelesen 7933 mal)

simbi

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Aber ich mag mir auch keine ewige "Baustelle" kaufen, wenn von vornherein die Wahrscheinlichkeit von starken Einschränkungen existent wäre, würde ich umdenken.

Nach meiner Erfahrung kann man eine "ewige Baustelle" bei jede Rasse kaufen. Neben Veranlagung spielen ja Faktoren wie falsche Fütterung, Überbelastung, zu frühes Anreiten, Verletzungen usw eine wesentliche Rolle.
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Sturmhöhe

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Ja logisch kann man mit jedem Pferd Pech haben. Montagspferde sind ja auch nicht gerade selten.  ;)

Dennoch ist es so, dass sich manche Krankheiten/Vorbelastungen/usw bei anderen Rassen stärker zeigen.

Beispiel Mauke oder PSSM. Manche Pferderassen sind dafür empfänglicher und andere eben nicht.
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pacandmelly

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Ich bin auch Rassist,
der Schleswiger ist es,steht auf der roten Liste , ist absolut erhaltenswert und für meine Zwecke super geeignet.
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principessa

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Michel, doch leider, grade diese Rassen haben oft mal was an den Gräten. Wie wärs mit nem großrahmigen Süddeutschen Kaltblut? Ich steh normal auch auf Percherons und Co, aber SDK haben die ganze Maukeproblematik nicht so und die besseren Knochen.
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DJTMichel

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ach principessa,

gestern wurde mir diese erst zwei Jahre junge Brabanterin angeboten:



Stell Dir vor, die abgefressene Mähne wäre wirklich nur abgefressen und auch ansonsten sei alles gut - da könnte der Michel schon schwach werden. Übrigens, sie ist 1,65groß... Ich bin stark am überlegen ;) .
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principessa

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Michel als Pferde "Anfänger" gleich ne jungstute?
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DJTMichel

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Völlig berechtigter Einwand, principessa. Mein erster Hund war auch gleich ein DJT (auch "fellbezogene Handgranate" genannt) und nach nun beinahe 13Jahren würde ich es wieder tun. Nun, 8kg gegen 800kg ist nicht ganz korrekt, ich gebe es zu. Ohne die Hilfe meiner Frau (sie hat ihre jetzt 18jährige Araberin mit zwei bekommen und ausgebildet) würde ich nicht mal darüber nachdenken. Aber mehr als (großes) Kopfkino ist es derzeit noch nicht - ich denke darüber nach.
Das Dilemma: gute Pferde werden in Belgien kupiert (kommt für mich nicht in Frage) und der Rest ist eigentlich für die Wurst gedacht. Somit ist es wohl recht schwierig, ein ordentliches, unkupiertes Tier von da zu bekommen und 7jährig wohl nahezu unmöglich (weshalb sollte jemand unter Normalbedingungen ein gutes Pferd abgeben?).
« Letzte Änderung: 24. Juni 2015, 22:59:38 von DJTMichel »
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principessa

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Dir ist hoffentlich auch klar dass ein Araber Kinderspielzeug gegen nen Belgier ist? Die vollblutaraberstute bei uns am Hof Krieg ich deutlich leichter gebändigt als die dicke. Ich sprech aus eigener Erfahrung, meine reitbeteiligung IST faktisch ein schwieriges Pferd was genau 2 Menschen als Chef akzeptiert. Und auch das täglich in frage stellt. Ich bin begründet skeptisch.
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patchibu

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Na ja..das stimmt nicht so wirklich.
Nicht jeder Belgier wird kupiert. Mitlweile sind dort auch viele Züchter am umdenken.
Zum Glück ist das so.
Meine ist auch nicht kupiert, habe sie in den Niederlanden direkt beim Züchter gekauft.
Lach..der wollte 100 Euro extra haben weil sie ja unkupiert ist  ::)

wie gesagt man bekommt tolle Pferde in Belgien und den Niederlanden die NICHT kupiert sind.

Für die Wurst war meine mit Championatsabstammung und Auszeichnung sicher nicht bestimmt.
Ich habe sie hier im westfälischen Pferdestammbuch vorgestellt und sie wurde als Verbandsprämienstute ins Stutbuch 1 aufgenommen.

Für mich ist es DIE Rasse. Meine Stute ist mitlerweile meine 2. Belgierin (meine 1. ist leider verstorben..sie war ein Traum...obwohl sie kupiert war) und ich habe noch niemals Pferde mit so einem sanften Charakter kennengelernt.

Nachdem meine erste Stute verstorben war stand für mich fest das es wieder ein Pferd dieser Rasse sein musst.
Natürlich diese mal unkupiert.
Und tolle Züchter, ja, die gibt es.
Es gibt auch hier in Deutschland Züchter dieser Rasse

Bestimmt gibt es charakterliche Ausnahmen, das mag sein. Aber meine lässt sich von meiner 12 jährigen Tochter mit dem kleinen Finger dirigieren, reiten, anspannen usw.

Meine Stute ist 5 jährig.

Es gibt viele tolle Rasse und immer tolle und weniger tolle Vertreter Ihrer Rasse.
Ich habe seit 25 Jahren Pferde und schon alles besessen.
Vom Warmblüter zu aktiven Turnierzeiten, Haflinger, Araber, Ponys, Shetty usw.

Aber seit 6 Jahren bin ich bekennender Kaltblut Fan und ja..mir haben es die Belgier angetan. Desweitern bin ich ja Rappschimmel Fan :-)

Gefolgt werden Sie von den rheinisch deutschen und nun ja...wir liebäugeln damit in den nächsten Jahren uns ein weiteres Kaltblut zuzulegen (soll für unsere Tochter sein)  und dies wird höchstwahrscheinlich ein Schwarzwälder sein.


Wir haben auch nicht mit typischen Belgier Krankheiten zu kämpfen.
Wenn man in der Materie drin ist und weiß worauf man achtet , was wichtig ist und das weniger oft mehr ist sind sie maukefrei fit aktiv und gesund.
Geht toll unterm Sattel und vor der Kutsche, zieht Bäume und gerne mal landwirtschaftliche Geräte.
 Ist ein Fels in der Brandung. Immer artig, lieb, kooperativ.
Ein Pferd was jeden Tag Spaß macht. Ihre Ausbildung bisher war ein Kinderspiel. Immer bei der Sache und auf ihren Menschen konzentiert.

Die Schau im Sack hat meine Tochter immer wenn die beiden ausreiten. Da bleibt alles stehen wenn der Pimpf mit der 1.70 und 820 Kilo schweren Petra in aller Seelenruhe die Landschaft erkunden.


Sicher stehen da viele und sagen BOAH ist das viel Pferd usw.
Aber..wenn man täglich damit umgeht ist das für einen ganz normal.
Da kommen einem halt andere Pferd halt einfach etwas mickrig vor.
Wenn meine Tochter die Haflinger Stute meiner Stallkollegin reitet finde ich die Größe immer knuffig und die kleinen Huf echt niedlich.
Und nein...mir hat und ist auch noch nie in den ganzen Jahren ein belgisches Kaliber auf die Füße gesprungen.
Stahlkappe trage ich trotzdem immer.
Und Zubehör zu kaufen und zu finden ist auch kein Problem.

Hach...ich bekomm wieder Herzchen Brummeln wenn ich von meinen Belgiern erzähle.









« Letzte Änderung: 25. Juni 2015, 01:46:31 von patchibu »
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KZimmer

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@patchibu,

das ist ja wohl mehr als unverschämt, mehr Geld zu verlangen weil das Pferd unkupiert ist, obwohl kupieren verboten ist! Über so etwas kann ich mich echt aufregen...
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Maifeldbauer

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Hallo DJTMichel,
ein schönes Pferd mit dem Du da gerade "liebäugelst."
Bedenke bitte, wenn sie mit 2 Jahren schon 1,65 m hat, dann hat sie mit 5 Jahren mindestens 1,70 m und sie geht noch etwas in die Breite .
Bei diesen Aussichten ist es schon wichtig das der Charakter stimmt. 
 
Es wäre sicher gut wenn Du die Eltern der Stute einmal besichtigen könntest, zumindest einen Elternteil .


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Cari

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@patchibu: Das erste Foto ist toll. Es sieht so kraftvoll aus...! Aber ich mag deine Pieti eh total gerne!  :-*


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Klein-Nepomuk

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  • Max und Nepomuk- das Leben geht weiter!

Eigentlich sind die rheinisch-deutschen Kaltblüter genau mein Beuteschema.
Kaufen würde ich keinen mehr.
Der Grund? Zuviel PSSM; ich komme immer wieder an Probleme, bei denen ich nicht weiß, ob PSSM die Ursache ist.
Außerdem ist es mir einfach "zu viel" Pferd. Zu groß, zu mächtig- irgendwie ist alles für mich zu groß.
Nepomuk ist mir mittlerweile viel zu hoch. Ich hatte ehrlich gehofft, dass er sich bei einer Mutter von 1,56 m und einem Vater von deutlich unter 1,70 m auch deutlich unter 1,70 m im Endmaß einfindet.
Außerdem passt kaum mal ein Halfter, eine Decke und und und...

Mit dem Wissen von heute würde ich mir ein kompaktes Pferd so um die 1,55 m kaufen. Oder halt einen kleinen rh.-d. Kaltblüter, negativ auf PSSM getestet, aber mit dem Charakter vom Reitelefanten Nepomuk.
Oder außen Aladin, mein Haflinger vom alten Schlag und innen Nepomuk.

Im nächsten Leben backe ich mir das Pferd! ;) 
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simbi

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Oder außen Aladin, mein Haflinger vom alten Schlag .


Ich finde es ja ewig schade, dass der Haflinger vom alten Schlag in Österreich praktisch vom Aussterben betroffen ist. Zwar gibt es noch Stuten dieses Typs, aber gekört werden nur noch die großen modernen Sporthaflinger mit möglichst viel Bewegung.

Und wenn eben nur mit diesen Hengsten gedeckt wird, ist es eine Frage von einigen Generationen, bis der alte Typ ausgestorben ist. Dabei besteht durchauch Nachfrage nach dem gemütlichen, kleineren Hafi, mit dem sich von der Omi bis zum Enkerl alle vergnügen können. Ich jedenfalls hätte meine Hafi vom alten Schlag mehrmals verkaufen können.
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KZimmer

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Ist ja leider mit den Freibergern in der Schweiz genauso. Wenn man sich da Verkaufsanzeigen anschaut, sind die meisten von kleinen Warmblütern nicht mehr zu unterscheiden.
« Letzte Änderung: 26. Juni 2015, 10:41:52 von KZimmer »
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