Kaltblutpferde-Forum

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Kaltblutpferde-Forum ist online! Unser Chat: Kalti-Chat. Danke an Dani :-)

Autor Thema: Eindecken  (Gelesen 391 mal)

Phoebé

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Eindecken
« am: 02. Oktober 2018, 14:56:57 »

Hoi,

Tut jemand sein Kalti eindecken ? :0
Meine ist es zwar gewohnt nix drauf zu haben, aber irgendwie fühl ich mich schlecht, wenn sie da bei wind und regen komplett nass ist :D
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Bries

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Re: Eindecken
« Antwort #1 am: 02. Oktober 2018, 15:01:52 »

Gesunde Pferde, die eine Unterstellmöglichkeit haben, brauchen keine Decke.
Also - ich decke nicht ein.

Zur Sicherheit (sollte er mal im Winter krank werden) habe ich zwar 2 Regendecken am Stall...diese habe ich jedoch nur zur Anprobe auf Bries gehabt.

Auch, wenn die Dummerchen sich in Wind und Regen stellen...richtig durchnässt sind sie in den seltensten Fällen :) Das Fell ist dicht genug.

Sollte ich mal das Gefühl haben, dass mein Pferd friert, fühle ich zwischen seinen Hinterbeinen und bisher war er dort immer muckelig warm ;)
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KZimmer

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Re: Eindecken
« Antwort #2 am: 02. Oktober 2018, 15:22:00 »

Die Ohren sind der Kälteanzeiger beim Pferd. Wenn die Ohren kalt sind, ist dem Pferd kalt.
Ich decke meine Freiberger auf den Weiden ohne Unterstand ein, wenn es unter 10 ° C ist und gleichzeitig stürmisch mit Dauerregen. Oder wenn ich bei ähnlichen Witterungsverhältnissen - kalter Dauerregen - sehe, dass sie sich unwohl fühlen.
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ferry

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Re: Eindecken
« Antwort #3 am: 02. Oktober 2018, 15:44:25 »

meine Devise ist: fressen hält warm!
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Wildflower

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Re: Eindecken
« Antwort #4 am: 02. Oktober 2018, 16:02:07 »

Mein Tinker war nie eingedeckt und hatte im Winter einen entsprechenden Teddypelz. An manchen Tagen, bei Frost, hat es richtig "gedampft" von den Pferden (die anderen, Friesen, Appaloosa, Isi, waren auch nie eingedeckt).Einmal hatte er eine Kolik im Februar bei Frost. Wir hatten keine Box, sondern nur eine Absperrung im Unterstand. Die Besitzerin (damals war er noch meine Pflegepferd) hat ihn eingedeckt - und Rocco hat sich wieder ausgezogen....... ::)
Ich bin der Meinung, wenn ein Pferd sowieso immer draußen ist, bekommt es einen entsprechend warmen "Pelz" und braucht nicht eingedeckt zu werden. Bei Pferden, die im "warmen" Stall stehen, mag das anders sein.
Zudem ist die Wohlfühltemperatur für Pferde um die 10 Grad herum und sie fühlen sich durchaus draußen ohne Decke wohl ;)
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Jay

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Re: Eindecken
« Antwort #5 am: 02. Oktober 2018, 16:26:08 »

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Wildflower

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Re: Eindecken
« Antwort #6 am: 02. Oktober 2018, 16:39:13 »

Sehr interessant.
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horsgirly

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Re: Eindecken
« Antwort #7 am: 02. Oktober 2018, 18:10:34 »

elke war nie eingedeckt. selbst auf der insel mit wind und dauerregen. die stellen sich so hin, dass der wind den hintern anpustet, kopf gesenkt, also im eigenen windschatten. elke war nie bis auf die haut nass. das fell funktioniert wie ein dach. darunter war sie immer trocken. nur putzen und reiten sollte man dann nicht.
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Wildflower

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Re: Eindecken
« Antwort #8 am: 02. Oktober 2018, 19:20:54 »

genau!
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fara

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Re: Eindecken
« Antwort #9 am: 02. Oktober 2018, 19:55:29 »

Habe früher  immer nur eingedeckt, wenn es nasskalt UND Pferd teilgeschoren war. Wenn man sein Pferd eine Weile kennt, merkt man auch, wenn es sich unwohl fühlt und mit Decke wirklich zufriedener ist.
Wenn mal was besonderes ansteht und Pisswetter gemeldet ist, auch prophylaktisch, um z.B. dem Schmied kein triefendes Pferd hinstellen zu müssen oder mit nasser Ganzkörperschlammpackung zum Unterricht anzutanzen (steht im Offenstall). Halt keine Regelfälle (zumindest wenn man nicht konsequent trainiert)

Ein konsequenter Eindecker bin ich absolut nicht, bin aber auch nicht strikt gegen Eindecken. Gerade unter den Offenstallern gibt es oft die zwei Extreme: die einen packen ihr Pferd zu sehr ein, bei den anderen muss das Pferd halt durch, auch wenn es "schlottert" (extrem formuliert). Letzteres überleben zwar afst alle Pferde problemlos, aber manche fühlen sich halt mit Decke wirklich wohler, warum soll man seinem Luxustier diese Bequemlichkeit nicht gönnen, wenn es sie braucht.
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Schecki

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Re: Eindecken
« Antwort #10 am: 02. Oktober 2018, 20:20:55 »

Stimme dir zu, Fara. Hängt immer von den Umständen und den Pferden ab. Seit meine in Paddockboxen und im OS leben, decke ich ein,seit vielen Jahren jeden Winter. Bis dahin kannte ich nur Abschwitzdecken  :) Aber dann wurde mein Ältester immer steifer im Kreuz, als er seinen ersten Winter mit Dauerauslauf erlebte. Und der andere Oldie stand immer draußen, hatte zwar ein Bärenfell, war aber ständig nass und teilweise bis auf die Haut. Der wurde gar nicht mehr trocken. Das war der Moment, wo mir mein Kumpel gesagt hat ( Pferdewirtschaftsmeister): Kauf dir Regendecken. Und siehe da, beide waren schlagartig viel lockerer im Rücken, und das Kotwasser beim „Bärenfell“ ging auch zurück.
Und dann kam der Sonnabend im Januar, wo wir die beiden jungen Stuten nach einer Schneesturmnacht zitternd und nass bis auf die Knochen in ihrer OS- Hütte morgens vorgefunden haben. Es hatte bei minus 15 Grad die ganze Nacht waagerecht in die Hütte geschneit... Wir haben sie in die Halle geholt, erst die Abschwitzdecken und dann die Reservedecken der Oldies draufgemacht. Denen ging’s gut, die waren ja trocken und warm unter ihren Decken. Am selben Abend habe ich Decken für die Stuten bestellt.
Seitdem ist für mich die Robusthaltung um jeden Preis in Außenhaltung gestorben. Ich decke ein und basta. Und alle sind deutlich entspannter mit ihren Decken. Noch sind sie nackig und kriegen Winterfell. Aber beim ersten kommenden Dauerregen kommen die dünnen, ungefütterten Regendecken drauf. Ich decke auch nicht ständig ein und aus, wenn die Decken drauf sind, bleiben sie drauf bis Frühjahr, es sei denn, es gibt ne Hitzewelle zwischendurch.  :)
Wenn es dann richtig Winter wird, kriegen sie Regendecken mit Fleecefutter, aber ohne Füllung. Die reichen für ungeschorene Pferde vollkommen aus. Erst wenn es zweistellig Minusgrade hat, hab ich noch ein paar 100g- Decken. Aber das ist dann auch schon das wärmste, das ich besitze.

Auch das dichteste Winterfell suppt irgendwann durch, das war zumindest bei meinem Oldie so. Und ich habe zwei Huster und ein Magenpferd dabei. Die will ich nicht im Regen stehen lassen. Die zwei Stuten im OS stehen ständig oben am Zaun, weil sie neugierig sind, und stellen sich eben nicht vernünftig unter. Hat sich einfach über all die Jahre bewährt mit den Decken.
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Wilma

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Re: Eindecken
« Antwort #11 am: 02. Oktober 2018, 21:11:39 »

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Pinto

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Re: Eindecken
« Antwort #12 am: 02. Oktober 2018, 23:08:55 »

Pferde verfügen über eine ausgezeichnete Thermoregulierung, die allerdings nur funktionieren kann, wenn keine Decke den Unterpelz daran hindert sich aufzurichten. Ob und wann ein Pferd eingedeckt werden muss, sollte ein Pferdebesitzer mit Bedacht entscheiden, man kennt seine Tiere ja und bei dem ein oder anderen ist es sicherlich auch begründet notwendig.
Ich selbst decke nicht ein, vll sollte ich sagen, ich decke die Oldies noch nicht ein. Wenn ich das Gefühl habe, es ist nötig, werde ich Ihnen eine Decke nicht vorenthalten. Liegt auch alles für alle meine Pferde griffbereit.
Ich bin nicht der übereifrige "Putzer" meine Ponys haben ein gesundes, natürlich gefettetes Fell und stehen bei ungemütlicher Witterung eh nicht lange draußen, da setzt keines freiwillig den Huf vor die Stalltür. So lange sich also keines davon unbequem äußert bleiben die Decken unten.
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MannisFine

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Re: Eindecken
« Antwort #13 am: 03. Oktober 2018, 05:57:38 »


Ich muß diesen Winter auf meinen Pflege-Oldie aufpassen. Bisher war er noch nie eingedeckt, was aber mehr mit Bequemlichkeit als Notwendigkeit zu tun hatte. Ihm wächst ein Winterpelz und ich würde nur eindecken, wenn er es braucht. Ob ich das merke? Ich hatte noch nie mit einem solchen Fall zu tun.

Falls es denn nötig werden würde - Regendecke für alle Fälle? Oder was ist da am besten? Ich würde dann schon einmal auf die Jagd gehen, damit etwas da ist.

Fine
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fara

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Re: Eindecken
« Antwort #14 am: 03. Oktober 2018, 07:16:14 »

Ob Decke oder nicht merkt man auch bei Senioren...

Zumindest mein Einsteller-Opa (ü30) steht dann mehr rum und ist in sich gekehrt.

Er hat ein dickes Plüschfell, allerdings funktioniert die Regulation nicht mehr richtig. Wenn es z.B. nass und windig ist, geht das ein paar Stunden, dann kippt irgendwann das System und er "regnet durch". Das Trockenhalte-System des Fellen funktioniert nur solange gut, solange die unteren Schichten warm sind, werden sie kalt, legt sich das Fell an und Nässe kommt durch. Dann fängt er an zu frieren. Bei den "jungen" hat man dieses Problem überhaupt nicht.
Bei ihm müssen auch die Decken trotz dickem Fell etwas dicker gefüttert sein, sonst hält er auch darunter die Wärme nicht mehr (und dann regnen auch die atmungsaktiven Regen-Decken durch). Nie den Fehler begehen, eine ungefütterte Regendecke bei kälteren Temperaturen auf ein Pferd zu legen, weil es ja so viel Fell hat. Die Decke drückt das Fell runter und der Rücken wird kalt, das Pferd friert dann nicht TROTZ sondern WEGEN der Decke.
Er steht so lange ohne Decke, wie es geht. Läutet man dann die Saison bei Wetter-Umschwung und merklich "vergnatztem" Opa wieder ein, bleibt die Decke aber drauf,  und es wird nur mit den Fütterungen variiert bzw tagsüber, wenn es in der Sonne wirklich richtig warm ist, auch mal abgedeckt zum Lüften. Ständiges Decke ab, Decke drauf verträgt er ansonsten nämlich auch nicht mehr, eben weil sein körpereigenes System nicht mehr so rund läuft.
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