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Autor Thema: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?  (Gelesen 1083 mal)

Hattichen

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #30 am: 20. Oktober 2018, 22:47:54 »

wenn ich das Optimum für meine Pferde wöllte, würde ich sie in Pension geben.
Eigenregie bedeutet auch Kompromiss. Z.B. halte ich nur 2 Pferde zusammen. Das ist in meinen Augen nicht artgerecht. Aber anders geht es hier nicht.
Boxenhaltung fände ich noch schlimmer, aber ich kenne nicht mal einen Pensionsstall der Boxen hat.... ist hier in der Gegend (und meinem Umfeld) nicht üblich.
Große Herden mit viel Freilauf sind mit Sicherheit das optimale.

Ich kenne hier in meiner Gegend nicht einen Stall, wo es was anderes als Boxenhaltung gibt. Schlimmer noch, die fragen Wucherpreise und im Service ist nur minimal-Betreuung inbegriffen.
Willst du mehr, falls überhaupt möglich, dann nur für saftigen Aufpreis.

Als Beispiel: (Pferdestall, 1 km von mir entfernt)
Pension Pferd: 420€/Monat
Forfait travail mensuel also Monatsentgelt für Zusatzarbeiten (3xpro Woche): 215€
Travail ponctuel also kurzfristig Hand anlegen: 25€
Sortie Paddock (demi-journée) also Pferd darf aufs Paddock (halb-täglich): 5€
Supplément foin par mois also Zusatz Heu im Monat: 65€
Dann gibt es noch die inscription pour cavaliers also Einschreiben für Reiter: 110€/Jahr (Ich habe das so verstanden: Wenn du, mit deinem Pferd, auf der Anlage reiten willst musst du ein Jahres Abonnement nehmen.)

Pension (laut Internet vom Betreiber)= Box 12 m2, 3 repas floconné (was auch immer ein repas floconné (flockiges Essen) ist??) sowie 1 x Heu am Tag, débourrage also säubern der Box, Passage Veterinär, Huf-Schmied, Osteopath und Zahnfee auf Anfrage und gegen bezahlung, Accès à l'infrastructure also Zugang zur Infrastruktur, valorisation des jeunes chevaux also valorisierung von jungen Pferden (was auch immer das heißt), Zugang Paddock (Falls man dafür bezahlt).

Irgendwo auf der Internet Seite habe ich noch gelesen, frei übersetzt: Wir kümmern uns um ihr Pferd, tun alles damit es ihm gut geht und sind immer für sie und ihr Pferd da.

Meine zwei Pferdehaltung ist mit Sicherheit nicht das Optimum, jedoch reicht meine Weide nicht für mehr. Meine beide haben ganz Jährlich draußen mit Unterstell-Möglichkeit. Ich schätze mal das haben weit über 50% der in Lux lebenden Pferde nicht, die leben in Knasthaltung vereinsamend in ihrer Box mit vielleicht etwas Paddock, wo sie dann vielleicht mal ein anderes Pferd sehen.
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2018, 22:50:49 von Hattichen »
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ferry

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #31 am: 21. Oktober 2018, 07:29:04 »

Boah das klingt gruselig!!!
Mich würde es 200€ kosten (da es Freunde von mir sind würden sie sicherlich auch auf 150€ runtergehen) um Ferry in eine Herde zu stellen. Das ganze Jahr draußen, kein Unterstand und keine Infrastruktur. Mir gefällt ohne Dach wesentlich besser als mit zu viel Dach!
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Wildflower

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #32 am: 21. Oktober 2018, 08:19:30 »

Büffel, genau deine Argumente waren letztendlich der Grund, warum die Vorbesitzerin von Rocco die Selbstversorgung aufgegeben hat und mit ihren Pferden (mitlerweile nur noch 1 1/2) in "Pension" gegangen ist. Allerdings unter den gleichen Bedingungen des ganzjährigens auf der Weide sein. Sie hat das Selbstversorgen seit Beginn ihrer Pferdehaltung, mit irgendwas in die 20, gemacht und hat mitlerweile die 50er verlassen......
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Miss Marple

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #33 am: 21. Oktober 2018, 08:35:33 »

Boah das klingt gruselig!!!
Mich würde es 200€ kosten (da es Freunde von mir sind würden sie sicherlich auch auf 150€ runtergehen) um Ferry in eine Herde zu stellen. Das ganze Jahr draußen, kein Unterstand und keine Infrastruktur. Mir gefällt ohne Dach wesentlich besser als mit zu viel Dach!

Versteh ich das richtig Ferry? Kein Unterstand für die Pferde? Was machen die im Winter bei Schneeregen und Sturm?

Ich habe mein Haus extra so gekauft, daß ich meine Pferde am Haus halten kann. Nun sind es leider nur noch 2.
Was ich daran liebe ist, daß ich meine Pferde täglich mehrfach sehe, daß sie das Futter bekommen, das ich will, Schmied, TA etc. liegt alles in meiner Verantwortung
Was ich völlig unterschätzt habe, ich habe kaum Zeit für "Spaß mit Pferd"
Früher fuhr ich in den Stall, schnappte mir das Pferd und konnte es bespaßen. Zuhause hat man halt immer was zu tun, ich jedenfalls.
Dazu kommt, wie Büffel es schon schrieb, wer kann dich vertreten, wenn Du nicht da bist. Ich habe hier das Glück, das mein Vater einspringen kann. Wenn er ausfällt, fällt halt auch der geplante Urlaub aus.

"Fremde Leute" kommen mir nicht auf den Hof, darum sind mögliche Alternativen, wie ein weiteres Pferd als "Einsteller gegen Arbeit" oder eine Stallhilfe, Reitbeteiligung aus.
Solange die Beiden hier sind, werde ich das gerne machen, wenn die Beiden mal nicht mehr sind, hat sich das Thema Pferd vermutlich erledigt ( wir werden sehen )
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Hella-Wahnsinn

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #34 am: 21. Oktober 2018, 11:16:06 »

Nur eine Weide ohne jeglichen Witterungsschutz käme für mich auch nicht in Frage. Im Sommer finde ich Bäume und Büsche ausreichend , aber im Winter sollte schon ein fester Unterstand gegeben sein ( an 3 Seiten geschlossen ).
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Wildflower

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #35 am: 21. Oktober 2018, 11:20:04 »

Finde ich auch. Darum finde ich es einfach unverständlich, das es so schwer ist, eine Genemigung für das Aufstellen zu bekommen.
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Hattichen

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #36 am: 21. Oktober 2018, 11:20:28 »

@Miss Marple:
>>> Versteh ich das richtig Ferry? Kein Unterstand für die Pferde? Was machen die im Winter bei Schneeregen und Sturm? <<<

Meine beiden nutzen den Unterstand, an 3 Seiten geschlossen und Front von der Haupt-Regenseite abgewendet, bei Sturm und Schneeregen kaum bis nicht. (Der Unterstand ist ganz jährlich zugänglich.)

Die nutzen den Unterstand sowie den Baum / Heckenteil hauptsächlich im Sommer um den Mücken und der Sonne zu entfliehen.
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Hella-Wahnsinn

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #37 am: 21. Oktober 2018, 11:31:38 »

Aber selbst wenn sie den Unterstand nicht nutzen , vorhanden sollte/ muss er schon sein .
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Wildflower

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #38 am: 21. Oktober 2018, 11:40:47 »

Denn manchmal suchen sie da nämlich doch Schutz - oder benutzen ihn zu mindest als Klo..... ::) >:(
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Jay

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #39 am: 21. Oktober 2018, 14:21:17 »

Nach meinem Wissenstand ist eine dauerhafte Pferdehaltung ohne Witterungsschutz nicht zulässig, da tierschutzwidrig.


LG Jay
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Wildflower

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #40 am: 21. Oktober 2018, 14:31:17 »

Gleichzeitig wird einem der Bau eines solchen oftmals verwehrt..... ::) :-\
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ferry

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #41 am: 21. Oktober 2018, 17:02:23 »

Bäume und Hecken sind immer gegeben.
Mehr finde ich gut, aber nicht lebensnotwendig.
Wie groß muss ein Offenstall sein damit 20 Pferde rein passen? Dafür gibt es nie und nimmer eine Genehmigung!
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fara

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #42 am: 21. Oktober 2018, 17:16:38 »

Als Vollerwerbslandwirt gibts da schon Genehmigungen, wenn das Konzept gut ist. Ein Privater hat ja selten 20 Pferde...

Bei der Größe richten sich die Ämter häufig nach den Leitlinien für Pferdehaltung, da gibt es dann Formeln für die Flächengröße.

Undverständlich ist es nicht, dass die Genehmigung für Ställe im Außenbereich häufig nicht erteilt wird. Die Genehmigung erteilt das Bauamt, dem ist es völlig egal, ob etwas tierschutzmäßig da sein muss, die richten sich nach der Rechtslage für Bebauungen -  und da zählt der Gundsatz, dass die Bebauung im Außenbereich zu vermeiden ist. Problematisch sind eher die Auslegungen der einzelnen Länder sowie die persönlichen Ermessensspielräume der Berarbeiter, die die Genehmigungsverfahren von Bundesland zu Bundesland bzw Region zu Region und Nase zu Nase teilweise sehr unterschiedlich und stellenweise auch ungerecht machen.
Das Bauamt ist jedenfalls nicht Diener anderer Ämter. Wenn eine Haltung aus Tierschutzgründen vom Vetamt aus eine Hütte braucht, muss das Bauamt nicht seine Rechtsgrundlagen über Bord werfen und eine Hütte genehmigen. Wenn das Wasseramt den Bau einer Mistplatte fordert, muss das Bauamt ebenso nichts genehmigen. Der Interessenskonflikt ist einzig und allein Problem des Tierhalters, nicht des Amtes.
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ferry

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #43 am: 21. Oktober 2018, 18:25:37 »

er kriegt keine Genehmigung hats schon probiert und er ist Vollerwerbslandwirt. ausserdem gibt es auch noch andere Probleme die so ein Unterstand mit sich bringt.

 Aus Tierschutzgründen müßten ganz andere Sachen verboten werden! Turniere z.B.

Merke gerade wie ich mich drüber aufrege, aber darum geht es hier ja gar nicht.
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Büffel

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Re: Wie lebt es sich als Selbstversorger im Offenstall?
« Antwort #44 am: 22. Oktober 2018, 08:49:10 »

Eine Haltung ohne Stall im Sommer unvorstellbar  :o

Im Winter und bei schlechtem Wetter stehen sie immer draußen, aber im Sommer rennen sie mir die Bude ein und stehen teilweise den halben Tag im Stall.
Deshalb auch nur zeitweise am Haus, Frühjahr und wenn das Wetter mit spielt Winter und jetzt im Herbst.
Wir haben so viele Viecher, die meinen Pferden, auch vollvermummt, das Leben zur Hölle machen, dass ich es tierschutzwidrig finde würde, sie ohne Schutz im SOMMER auf eine Weide zu stellen.

Ein weiterer Aspekt ist auch der Vorteil für eventuelle Untersuchungen, wann immer man auch mal einen trockenen, sauberen Bereich braucht für Tierarztuntersuchungen, Verbandswechsel
und eben auch eine Notbox für kranke Tiere. Die Hartcorthaltung, nur Weide,  käme für mich da nicht in Frage.
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